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Nov

2008

Defekte Waschmaschine und ein Kanal

Feuerwehrleute rückten den Fluten mit großen Saugern zu Leibe. Bild: Lenhardt

Überschwemmung in zwei Schulen: Hilda-Schule und Schimper-Realschule betroffen

 

Gleich mit zwei Überschwemmungen hatten gestern Morgen die Hausmeister der Hilda-Schule und der Schimper-Realschule zu kämpfen. Früh um 5 Uhr wurde Hilda-Hausmeister Kurt Umhey von der Putzfirma informiert, dass in der alten Turnhalle zentimeterhoch Wasser stehe. Offensichtlich war es durch ein Bodenloch, in die das Reck gesteckt wird, in die Halle gesprudelt. Mit Eimern, Schaufeln und Wassersaugern wurden gut 2000 Liter herausbugsiert. Der Unterricht konnte regulär stattfinden. Lediglich die Turnhalle musste noch trocknen. Heute soll die Ursache erforscht werden. Erst vor wenigen Jahren waren Boden und Leitungen darunter erneuert worden. "Unser Hausmeister ist eine Perle. Wie der das gemacht hat, war klasse", sagt Rektorin Florence Brokowski-Shekete.

Deutlich dramatischer endete der nächtliche Waschgang einer Waschmaschine in der Schimper-Realschule. Offensichtlich war dort ein Wasserstopp defekt, so dass die Maschine Unmengen Wasser ins Schulgebäude pumpte. Aula, Küche, Flure und zwei Zimmer im Erdgeschoss wurden gut fünf Zentimeter hoch unter Wasser gesetzt. Der Hausmeister entdeckte die Bescherung vor Schulbeginn und alarmierte die Feuerwehr. Durch Schächte und die Decke war das Wasser auch ins Kellergeschoss und in die dort befindlichen Werkräume gelaufen.

Zehn Feuerwehrleute unter Leitung von Zugführer Lars Hoffmann machten sich mit fünf Wassersauggeräten an die Arbeit, um das Wasser aufzusaugen. Der Strom musste abgestellt werden, da die Gefahr eines Kurzschlusses bestand, somit funktionierte auch die Heizung nicht mehr. Es blieb also nichts anderes übrig, als die Schüler nach Hause zu schicken. Auch heute bleibt die Schule noch geschlossen. "Am Freitag kann der Unterricht zu 80 Prozent wieder stattfinden", sagt Karin Eichhorn vom Stadtbauamt auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Trocknung hat bereits begonnen. Mit Bohrungen und Schläuchen wird warme Luft in die durchnässte Decke geleitet. Bodenbeläge und Decken wird man erneuern müssen.

Schwetzinger Zeitung
20. November 2008

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